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Hans Gottschalk Druck & Medien GmbH
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Letterpress – ein haptisches Erlebnis

Note to self – ein geprägtes Buchumschlag

Wenn Farbe auf Papier trifft und es immer noch nicht genug ist, dann gibt es so einige und vor allem verschiedene Möglichkeiten seine Printmedien, sei es Einladungs- oder Visitenkarten, aufzuhübschen. Wir sprechen von hochwertiger Druckveredelung. Die Exklusivität des Lasercuts haben Sie schon kennen gelernt; nun erklären wir Ihnen worauf es beim Letterpress ankommt und wieso es sich von großer Beliebtheit nährt!

 

Allgemein: Was ist Letterpress und wie wird es angewendet?

Letterpress gehört zum Hochdruckverfahren, auch unter dem alten Begriff Stempeldruck bekannt, und gehört neben dem Holztafeldruck zu den ersten und ältesten Druckverfahren seit dem bekannten Stempel aus dem Alten Orient. Die Kunst des Stempelschneidens und Gravierens hat sich seit dem 4. Jahrhundert etabliert. Vor Johannes Gutenbergs Erfindung den Druck durch bewegliche Letter und die damit Vereinfachung der Buchproduktion kamen früher in der Spätantike Materialien wie Ton, Wachs und Keramik zum Einsatz. 

 

Zu Gutenbergs Zeiten wurden von einem Setzer aus Blei geformte Lettern äußerst präzise Buchstaben für Buchstaben zusammengesetzt bis der vervollständigte Text auf der vorbereiteten Platte an den 'Drucker' weiter gegeben werden konnte. Dieser war nur noch für das Auftragen der Farben und das Pressen auf Papier zuständig. Somit revolutionierte Gutenberg die mühsame handschriftliche Vervielfältigung von Dokumenten und Manuskripten durch den modernen Buchdruck.

 

Was damals ein beudetender Schritt für die Druckproduktion war, ist heute ein weiterentwickelte Veredelung. Buchstaben oder sogar Logos sollten nicht länger auf dem Papier nur 'drauf' gedruckt werden, sondern einen markanten Charakter und eine erhabene Haptik 'durch' das Papier hinterlassen. Für den Letterpress werden dafür aus digitalen Daten individuelle Druckklischees hergestellt. 

 

Was sind Druckklischees?

Ganz einfach; ein Druckklischee ist nichts anderes als eine maschinell, lasertechnisch oder fotochemisch hergestellte Druckform für das Hochdruckverfahren. Ein Klischee kann aus Zink, Kupfer, Kunststoff, Aluminium oder Photopolymer bestehen. 

 

Die besondere Haptik, das Bedürfnis ständig mit den Fingern über den Druck streichen zu wollen und das in Kombination mit dickem und feinen Papier überzeugen heute jeden, der hochwertige Papeterie zu schätzen weiß und sich von der kommerziellen Masse abheben möchte.

 

Letterpress ist ein prozessreiches Druckverfahren und benötigt mehr Zeit, handwerkliches Können und Geduld als andere Druckverfahren. Das Einrichten der Presse erfordert feines Gespür, da jede noch so kleine Einstellung den Druck ausmachen kann. Jedes Blatt wird einzeln von Hand gefüttert während der Drucker stets auf die Druckpräzision, den Farbauftrag und die Prägung achten muss. Für jede Farbe muss ein eigenes Druckklischee und einen dafür benötigten Film hergestellt und ein Druckdurchlauf vorgenommen werden. Erst wenn die Presse wieder gereinigt und die nächste Farbe aufgetragen ist, kann es an den Druck der nächsten Farbe gehen. Ein Produkt mit mehreren Farben zu drucken ist kein Problem.

 

Auch bei der Papierwahl gibt es kaum Grenzen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl feinster Papiere für den Letterpress. 100% Baumwollpapier gilt sicherlich zu dem geeignetsten Papier, aber auch andere ungestrichene Naturpapiere eignen sich prima.

 

Bildquelle: flickr > Saaleha Bamjee