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Hans Gottschalk Druck & Medien GmbH
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Lasercut – auffällig und elegant

Lasercut in Form eines Windlichts auf einem transparentem Papier

Es gibt viele Möglichkeiten, besondere Kombinationen wie man den anderen Mitbewerbern durch sein Printprodukt in der Weiterverarbeitung und Veredelung die Show stehlen kann. Neben standardmäßigem Prägen, Letterpress, Stanzen oder sogar Tröpfchenlack ist Lasercut, oder auch Laserschnitt, eine auffällige und elegante Variation die sehr gerne bei Einlandungs-, Pop-Up- oder Werbekarten zum Zwecke einer haptischen, individuellen Gravur eingesetzt wird. Doch was ist Lasercut und wie funktioniert sowas? 

 

Während des Verfahrens werden sehr feine Strukturen aus Papier oder Karton ausgeschnitten bzw. weggelasert. Das Ergebniss ähnelt dem Stanzen, ist jedoch aufgrund der Lasertechnik präziser und feiner. Dabei gibt es sowohl ein digitales als auch analoges Verfahren. 

 

Beim analogen Verfahren, auch Permanentlaserverfahren genannt, wird zuerst eine Schablone anhand des Entwurfs erstellt, indem kleine Löcher in eine Kupferplatte geätzt werden. Ist die Schablone eins zu eins mit dem Entwurf wird sie auf dem gewünschten Papier fixiert und unter den Permanentlaser geschoben um alle unbedeckten Flächen präzise ausbrennen zu lassen. Beim digitalen Verfahren ist eine Erstellung der Schablone nicht nötig. Die Vektoren des Entwurfes legen fest, welchen Weg der Laser automatisch abfahren muss und welche Linien er dabei im Papier schneidet. Ein ähnliches Verfahren wird bei der Produktion durch das Ausschneiden von Folienbeklebung für eine Auto- oder Fensterbeschriftung angewendet. 

 

Die Technik ist bekannt, doch wie sieht es mit der Auswahl des Materials aus? Hier zeigt sich die Vereldungsmethode flexibel; ob Leder, Metallbleche oder einfaches Papier – sofern es kein Material ist, welcher sich unkontrolliert unter der Hitze verformt, wie Plastik und laminierte Voranfertigungen, sind hitzebeständige Materiale laserbar. Wichtig ist zu wissen, bei einer durchgefärbten Papiersorte ist sowohl eine helle als auch dunkle Lasergravur möglich. Durch Regulierung der Laserintensität kann ein Farbwechsel-Effekt von dunkel auf hell und umgekehrt bei Farbumschlägen erzielt werden. Ist das Papier mehrschichtig, kommt z.B. bei Visitenkarten mit extra hohen Grammatur und schönem Farbschnitt vor, kann sogar die Deckschicht abgetragen werden um die zweite Farbe zum Vorschein zu bringen – die Möglichkeiten sind spannend und individuell!

 

Da es unendlich viele Arten von Papier und Karton gibt, ist es von Vorteil sich schon im Vorfeld direkt beim Dienstleister zu erkundigen, welches Papier sich am besten eignet. Beim Entwerfen des auszuschneidenden Bereichs sollte man darauf besonders achten, dass keine langen, losen Papierstreifen entstehen, die bei der Weiterverarbeitung leicht umknicken könnten. Vermeiden Sie des Weiteren Schnittmuster über den Falz laufen zu lassen. 

 

Der Entwurf steht fest, Vektoren und PDF's wurden nach den Angaben des Dienstleisters angelegt. Nun geht es direkt zu der Produktion und zur häufigsten Frage: Können meine vorgefertigten Printmedien beim Laserschneiden verbrennen? Kurz und knapp – bei falschen Einstellungen, ja. Wie jede andere Veredelung stellt auch diese Methode bestimmte Regeln voraus um mit einem hochwertigem Ergebnis rechnen zu können. Generell wird Papier wie Holz verdampft, erfassen können wir diesen Prozess während des Schnitts in Form eines gasförmigen Austritts bei hoher Geschwindigkeit. Der Rauch transportiert die Wärme vom Papier weg, was den Vorteil mit sich bringt, dass das Material nur gering thermisch belastet wird. Mit optimalen Parametern der Maschine können Materiale schmauchfrei, ohne verbrannte Kanten und selbst bei feinsten Konturen produziert werden. Lassen Sie sich demnach kein verbranntes Papier verkaufen – denn da war der Dienstleister nicht sorgfältig am Werk. 

 

Gut zu wissen; sollten Sie sich in der Konzeptionsphase Ihres Entwufes befinden oder besitzen vorgefertigte und gedruckte Muster müssen Sie folgendes beachten: Das Papier sollte sich in einem Rahmen zwischen 40 und 1200 Gramm aufhalten und kann bei einem Format 50 x 70 cm ausgereizt werden.

 

 

Bildquelle: flickr > MrYen